Änderung der Benutzerordnung des Dorfgemeinschaftshauses bezgl. Lärmschutz
Beschluss:
Der Ortsrat Hoiersdorf nimmt im Rahmen seiner Anhörung die Vorlage 90/2024 zur Kenntnis.
Protokoll:
Bürgermeister Schneider erklärt den Sachverhalt der Vorlage 90/2024.
Ortsbürgermeister Eppert zieht die Einwohnerfragestunde vor, damit die Anwohner des Dorfgemeinschaftshauses sich zu dieser Vorlage äußern können.
Einwohnerfragestunde:
Die direkten Anwohner des Dorfgemeinschaftshauses berichten über einen extremen Lärmpegel von vergangenen Feierlichkeiten. Sie erklären, dass trotz mehrfacher Aufforderungen, den Lärmpegel zu senken, nichts passiert sei. Es werde von Gästen gegen die Hauswand uriniert, unterhalb der Woche lautstark bis in die Morgenstunden gefeiert und an Silvester das Auto beschädigt. Es werde darum geben, dass dringend eine Lösung gefunden werde, um die Mieter des Dorfgemeinschaftshauses zu sensibilisieren, sich anständig zu verhalten. Weiter wird davon berichtet, dass leider auch die Polizei Schöningen, trotz mehrfacher Meldungen, nicht gehandelt habe. Vor allem am Wochenende bekomme man die Auskunft, dass bedauerlicherweise kein Streifenwagen zur Verfügung stehe.
Alle anwesenden Anwohner des Dorfgemeinschaftshauses sprechen sich für eine Lärmkaution aus. Es müsse eine Maßnahme ergriffen werden, um die Mieter zu sensibilisieren.
Ortsratsmitglied Besenfelder berichtet von einem gemeinsamen Gespräch mit allen direkten Anwohnern des Dorfgemeinschaftshauses und habe gehört, dass es sich seit diesem Gespräch um Einiges gebessert habe. Er erkundigt sich, ob die anwesenden Anwohner der gleichen Auffassung sind. Dies werde von den Anwohnern zugestimmt, allerdings möchte man für die Zukunft eine Lösung haben. Zurzeit seien den Anwohnern die Hände gebunden, wenn eine Feier den Lärmpegel wieder deutlich überschreitet.
Ortsratsmitglied Waldheim geht auf die Vorlage ein und merkt an, dass es sehr schwierig zu bemessen sei, wann ein Lärmpegel erreicht sei und wann nicht. Weiter könne nicht jeder Mieter durchleuchtet werden und hinterfragt werden, welches Alter oder welche Herkunft beispielsweise seine Gäste haben. Des Weiteren ist fraglich, wann die Kaution einbehalten werde und wer dies zu entscheiden habe.
Ortsratsmitglied Kuntze gibt an, dass eine Beschaffung und Installation eines Messgerätes, um den Lärmpegel zu kontrollieren, mit hohen Kosten verbunden sei.
Ortsratsmitglied Besenfelder spricht sein Verständnis für die Anwohner aus. Er erkundigt sich, ob eine solche Lärmkaution überhaupt juristisch Bestand habe. Die Kaution sei für die Anwohner gut, es müsse aber auch praktisch funktionieren.
Bürgermeister Schneider erklärt, dass die juristische Bewertung schwierig sei.
Nach reger Diskussion ist festzuhalten, dass die Beschwerden der Anwohner nachvollziehbar und verständlich seien aber es zurzeit noch an den richtigen Ideen zur Unterstützung und richtiger Umsetzung fehle.
Ortsbürgermeister Eppert fasst zusammen, dass der Ortsrat Hoiersdorf einer Reinigungskaution in Höhe von 100-200 € zustimme aber eine Lärmkaution nicht für Zielführend halte. Es sei davon auszugehen, dass bei so hohen Kautionen, die Vorab gezahlt werden müsse, das DGH nicht mehr gemietet werde. Und dies sei definitiv nicht gewollt.
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